Was sind Flatulenzen?

durch Viet Trinh auf February 02, 2022
Flatulenzen sind im eigentlichen Sinne nichts anderes als Blähungen. Doch wenn man unter ihnen leidet, dann ist das mehr als unangenehm. Denn dann machen Schmerzen einem zu schaffen, man fühlt sich nicht wohl und in den meisten fällen ist der Bauch auch angeschwollen. Es kann sogar vorkommen, das man das Gefühl hat, als wäre man schwanger. [lwptoc] Flatulenzen sind nicht nur vom Geruch her wahrnehmbar, sondern man kann sie auch sehen. Der Grund dafür ist, dass wenn es besonders schlimm ist, das der Magen-Darm-Trakt so aufbläht, das es notwendig ist einen Arzt aufzusuchen, der einen wortwörtlich das Leben rettet, indem künstlich für den Abgang sorgt. Eine Flatulenz entsteht dann, wenn Magen und Darm damit beschäftigt sind, die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten, wobei er Gase bildet. Im Darm entstehen dann Gase wie beispielsweise:
  • Kohlenmonoxid
  • Kohlendioxid
  • Schwefelwasserstoff
  • Methan
  • und andere Faul- bzw. Gärgase.
Damit man die Gase wieder loswird, bedient sich der Körper einem ganz einfachen Mittel und das ist, dass er die Gase die entstanden sind, abgibt, und zwar durch den Enddarmausgang. Doch sitzen die Gase fest oder sie können nicht problemlos abgehen, dann führt das zu Bauchkrämpfen, Bauchschmerzen sowie einem aufgeblähten Bauch.

Begriff Blähungen/Flatulenzen

Sie oder ihr Kind leiden häufig unter Blähungen? Der Fachbegriff dafür lautet Flatulenz. Im Falle einer Flatulenz kommt es zu einer gesteigerten Gasbildung im Darm. Oftmals liegt ein vermehrter bakterieller Abbau von Fetten, Ballaststoffen und Kohlenhydraten aufgrund von Darmbakterien vor. Es kann auch sein, dass Ihre Flatulenz eine ganz andere Grunderkrankung vorliegt, wie beispielsweise eine Leberzirrhose mit Pfortaderhochdruck, welcher zu einer gestörten Verdauung führen kann. Eine neurotische Störung oftmals verbunden mit einem vermehrten unbewussten Luftschlucken der sogenannten Aerophagie kann ebenfalls der Grund für Flatulenzen sein. Sofern Sie wegen einer Flatulenz den Gastroenterologen aufsuchen, wird er eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei wird er den bekannten geblähten Bauch diagnostizieren und wahrscheinlich eine Stuhlprobe veranlassen zur Untersuchung auf verstecktes Blut und eventuell noch eine Magen- oder Darmspiegelung veranlassen. Bei einem Verdacht auf Polypen, ein Magengeschwür, Krebs oder andere organische manifeste Erkrankungen sind diese Untersuchungen im Falle eines Verdachtes in jedem Fall wichtig. Im Falle von Flatulenzen helfen diese Maßnahmen nicht weiter normalerweise, denn meist liegt eine Störungsfunktion vor und keine Störung der Struktur.

Im Falle von Flatulenz sind folgenden Untersuchungen sinnvoll:

  • Ausnutzung
  • Pilznachweis und Darmflora
  • Pankreas-Elastase
  • PMN-Elastase
  • Alpha – Antitrypnsin
  • Gallensäureuntersuchung.
Sofern ein Verdacht vorliegen sollte, können die folgenden Verfahren angewendet werden.
  • Untersuchung auf Gluten-/Gliadin-Antikörper
  • Atemtest auf Milchzuckerunverträglichkeit
  • Atemtest auf Fruchtzuckerunverträglichkeit
  • Allergieteste
Mittlerweile gibt es auch einige Labors, welche eine solche Diagnostik durchführen können. Die Interpretation der Befunde setzt auch immer eine klinische Symptomatik voraus, weshalb ein auf diesem Gebiet erfahrener Therapeut diese Untersuchungen veranlassen sollte und bewerten sollte und daraus die therapeutischen Konsequenzen ziehen sollte. Sofern sich aus der genannten Diagnostik eine eindeutige Störung zeigen sollte, folgt daraufhin die therapeutische Konsequenz. Milchzuckerhaltige Lebensmittel müssen gemieden werden bei einer nachgewiesenen Milchzuckerunverträglichkeit. Es kann auch sein, dass Verdauungsenzyme bei jeder Mahlzeit dem Körper zusätzlich zugeführt werden müssen, sofern die Bauchspeicheldrüse diese nicht in genügendem Maße produzieren kann. Häufig liegen auch Gallenstörungen vor und können oftmals mit einem einfachen Artischockenpräparat behandelt werden. Eine Flatulenz durch eine Gallenstörung entstanden rührt her von einer unzureichenden Produktion der Gallenflüssigkeit, zu der es oftmals nach einer Gallenblasenoperation kommt. Als Postcholezystetomiesyndrom wird eine solche Störung bezeichnet. Sollte die subtile Stuhldiagnostik kein Ergebnis bringen, sind folgende Behandlungsvorschläge geeignet oder wenn erst einmal vor einer nicht ganz preiswerten aufwendigen Diagnostik der eine oder andere naturheilkundliche Tipp ausprobiert werden möchte.

Gegen Flatulenzen vorbeugen

Damit man sich vor Flatulenz schützen kann, sollte man Körper helfen, indem man im Alltag ein paar „Essensregeln“ befolgt. Diese werden mit Hilfe von einem alten Sprichwort gezielt auf den Punkt gebracht: „Esse morgens wie ein Kaiser, am Mittag wie ein König und am Abend wie ein Bettler!“ Überträgt man diese alte Weisheit auf das heutige Leben, dann bedeutet das nichts weiter, als das man am Morgen sein Frühstück sehr üppig gestaltet. Der Grund ist der, dass der Darm dann ohne Probleme die Nahrung die aufgenommen wurde, über den Tag gut verdauen kann. Setzt man auf ein reichhaltiges Frühstück, dann kann man schnell bemerken, dass die Verdauung es einem dankt und das wirkt sich dann auch positiv aus, in Bezug auf die Flatulenzen, denn diese gehen zurück. Weiter im Tag und den Essensregeln. Am Mittag sollte man stets weniger essen, was bedeutet, dass diese Mahlzeit geringer ausfallen soll, als das Frühstück. Wer kennt nicht dieses träge Mittagstief, wenn man sich zu voll gestopft hat. Hier wird der Kreislauf immer langsamer und auch die Verdauung wird träger, als sie am Vormittag war. Das ist der Zeitpunkt, wo der Magen-Darm-Trakt die Nahrung, die aufgenommen wurde, dann nicht mehr so schnell verwerten kann. Hat man viel und eventuell sogar fetthaltig gegessen, vielleicht auch sehr schnell isst und nicht gut kaut, der riskiert eine Flatulenz. Zu allem kommt dann auch noch, das man sich über den Tag nicht so viel bewegt, wie es eigentlich sein sollte. Der Grund ist, das viele eine sitzende Tätigkeit ausüben und sich in den meisten fällen nur mit der Bahn, dem Bus oder der Bahn fortbewegen, anstatt zu Fuß zu gehen. Ein gutes Mittel ist, das man in seine Mittagspause etwas Bewegung einbaut wie beispielsweise einen kurzen Spaziergang. Denn wenn man sich an der frischen Luft bewegt, hilft nicht man nicht nur der Verdauung, sondern verhindert auch die Flatulenz. Zudem ist es auch besonders hilfreich, stets zu festen Zeiten zu essen und man die drei üblichen Mahlzeiten aufteilt auf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Denn so gibt man dem Körper die Chance, die Nahrung besser zu verarbeiten und der Magen-Darm-Trakt gerät nicht in Stillstand. Das Abendessen sollte dann sehr spaerlich ausfallen, das heißt, man sollte nur eine kleine Portion essen, da der Darm während der Nacht ruht und das die Zeit ist, wo sich dann die gefährlichen Gase bilden, die dann der Grund für die schweren Blähungen sind und die schmerzen im Bauch hervorrufen.

Gut gekaut ist halb verdaut

Zu den gleichen Tageszeiten sollten nach Möglichkeit die Mahlzeiten und der Stuhlgang erfolgen, damit die Verdauungsfunktion gewöhnt wird an eine normale tageszeitliche Rhythmik. Jegliche Aufregungen sollten beim Essen vermieden werden sowie Ablenkungen durch Fernsehen oder konfliktbeladene Gespräche. Sie können die Verdauung stören und so die Flatulenz begünstigen.

Vermeidung blähungsfördernder Lebensmittel

nicht mit zuckerhaltiger Nahrung auch Obst oder Fruchtsäften sollten ballaststoffreiche Lebensmittel verzehrt werden. Die Blähneigung kann dadurch zunehmen. Eher gemieden werden sollten auch Konservenkost, Fertiggerichte oder stark kohlensäurehaltiges Mineralwasser. So lässt sich nicht selten eine Flatulenz vermeiden. Personen, die empfindlich sind, sollten auch bei Hülsenfrüchten vorsichtig sein.
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